Archiv für März, 2007

KSC Choreo – Lizenz zum Aufsteigen

Choreo der KSC Fans beim Spiel Karlsruher SC gegen 1. FC Köln (05.03.2007).

Aris Saloniki Fans

Aris Fans beim Spiel Aris Saloniki gegen Iraklis Saloniki (11.03.2007).

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FSV Frankfurt – SG Eintracht Frankfurt U23

Eintracht Fans beim Spiel FSV Frankfurt – SG Eintracht Frankfurt U23 (24.03.2007).

KSC Fans beim Spiel gegen Essen

Solidarität der KSC mit den Gästefans.

Stellungnahme der Rot Schwarze Hilfe zu den Geschehnissen beim Spiel Dortmund gegen Nürnberg

Auswärtsspiel des 1. FC Nürnberg in Dortmund am Samstag, den 17. März 2007

Vor dem Spiel kam es vor dem Gästeblock zu einer verbalen Provokation von Dortmunder Fans gegen eine Nürnberger Fangruppe. Die anwesenden Polizeibeamten verhinderten ein direktes Aufeinandertreffen der Gruppen durch die Bildung einer Polizeikette.

Derartige Ereignisse gibt es bei fast jedem Bundesliga-Spiel egal welchen Vereins. Das Ziel des Provozierens der gegnerischen Fans ist dabei selten die Ausführung von tätlicher Gewalt. Vielmehr trauen sich die Fans nur deshalb Provokationen und Beschimpfungen auszutauschen, weil sie aufgrund der Polizeipräsenz sicher sein können, dass es zu keinen Handgreiflichkeiten kommt.

Oberstes Leitmotiv eines Polizeieinsatzes in so einer voraussehbaren Situation muss aus Sicht der Rot-Schwarzen Hilfe ein besonnenes, deeskalierendes Verhalten sein!

Leider handelte die Polizei in Dortmund anders, so dass es zu einem Gerangel zwischen Fans und Polizei kam. Die anwesenden Beamten mischten bei dem Gerangel selbst aggressiv mit.

So berichteten zwei Fans glaubhaft, dass sie von einem Polizisten mit der Faust geschlagen worden seien. Diese Darstellung wird von mehreren Fans bestätigt.
Dieser Polizist weigerte sich, nachdem sich die Situation beruhigte, auf Anfrage seinen Namen zu nennen. Dennoch konnte mittlerweile sein Name herausgefunden werden. Die betroffenen Fans haben Anzeige wegen Körperverletzung gestellt.
Erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang, dass ein Fan, der besonders hartnäckig nach dem Namen des Polizisten fragte und offen aussprach, dass er eine Anzeige in Betracht zieht, von dem besagten Polizisten festgenommen wurde. Offensichtlicher Grund war eine Beleidigung, die während des Wortgefechts fiel. Auf der Polizeiwache erfuhr der Festgenommene jedoch, dass seine verbale Entgleisung in der gegen ihn verfassten Anzeige erheblich schlimmer dargestellt wurde und außerdem eine Anzeige wegen Widerstands gegen ihn vorliegt. Mehrere Zeugen können jedoch bestätigen, dass er sich widerstandslos abführen ließ.

Nach dem Gerangel mit der Polizei wurden im Stadion im Bereich der Einlasskontrollen zwei Personen festgenommen, die laut Polizei gegen Beamte tätlich geworden sind. Die beiden Fans bestreiten, dass sie einen Polizisten angegriffen haben sollen. Auch diese Aussagen werden durch mehrere Zeugen gedeckt. Trotzdem wurden sie wegen Körperverletzung, Landfriedensbruch und Widerstand angezeigt.
Da sich die beiden Beschuldigten vor ihrer Festnahme längere Zeit im Bereich der Einlass kontrollen direkt vor Polizeibeamten aufgehalten haben, macht eine Täterschaft der beiden sehr unwahrscheinlich. Kein Straftäter stellt sich nach begangener Tat seelenruhig allein vor Polizei beamte.

Die Polizei behauptet, dass es bei dem Gerangel vor dem Stadion zu einem Flaschenwurf und drei verletzten Polizisten gekommen sei. Diese Version wird von beteiligten Fans massiv angezweifelt. Laut ihren Berichten hat kein Beteiligter beobachten können, dass sich ein Polizist verletzt haben könnte.
Besonders verwunderlich ist hierbei, dass nur in dem Bericht der Nürnberger Fanpolizei (SKBs) von verletzten Beamten die Rede ist. In der offiziellen Pressemitteilung der Polizei Dortmund zum Fußballspiel am vergangenen Samstag ist ausdrücklich erwähnt, dass es zu keinen Verletzungen kam.

Nach dem Spiel sammelte sich eine circa 100 Personen fassende Gruppe aus Nürnberger Fans um gemeinsam zurück zu den Bussen zu gelangen und mitgebrachte Fanutensilien so wieder sicher nach Hause zu nehmen.
Die Gruppe wurde von Einsatzkräften der Polizei eingekesselt und erst nach längerem Warten zum Busparkplatz eskortiert. Am Parkplatz mussten die Fans wieder längere Zeit abseits der Busse im Polizeikessel warten bis mehrere Einsatzwagen eintrafen. Dann wurden die Personen einzeln einer umfangreichen Personalienkontrolle unterzogen. Erst gut 1 -½ Stunden nach Spielende konnten die Fans endlich in ihren Bussen Platz nehmen.

Eine Person aus dem Polizeikessel wurde festgenommen und zur Wache gefahren. Auch ihm wird eine Beteiligung an angeblichen Angriffen auf Polizisten vorgeworfen. Als Beweis wurden ihm zwei Fotos vorgelegt auf denen er singend mit hochgehobenen Armen zu sehen ist.

Es wurde angekündigt gegen alle angezeigten Fans ein mehrjähriges bundesweites Stadionverbot zu verhängen. Dies ist ein Unding, da die Schuld der erwähnten Personen nicht bewiesen ist, sondern vielmehr angezweifelt werden muss.

Die Dortmunder Polizei hat mit ihrem Rundumschlag ihren schlechten Ruf in Fußballfankreisen bestätigt. Schon in der Vergangenheit fiel sie mit zweifelhaften Methoden auf wie z.B. der Ankündigung, alle anreisenden Nürnberger Fans, die ein Stadionverbot haben, in Gewahrsam zunehmen, selbst wenn diese nur in einer Gastwirtschaft das Spiel im Fernsehen anschauen wollten.

Laut dem Polizeibericht der Nürnberger Fanpolizei wurden 140 Personalienfeststellungen durch geführt. Unter den 140 Personen befanden sich auch viele Jugendliche, die an diesem Tag zum ersten Mal in Kontakt mit der Polizei geraten sind. Da sie dabei stundenlang warten mussten und fotografiert wurden, obwohl sie nur mit ihren Freunden zusammen zu den Bussen gehen wollten, fühlen sie sich zurecht kriminalisiert.
Mit solchen Aktionen, bei denen Unschuldige ins Visier der Einsatzkräfte gelangen, erzeugt die Polizei Wut und Verzweiflung bei den Betroffenen. Diese werden sich auch weiterhin legal gegen diese Vorgehensweise zur Wehr setzen. Die Polizei sollte ihr als Provokation empfundenes Verhalten dennoch schnellstens überdenken, wenn sie das Fass nicht zum Überlaufen bringen will.

Die Rot-Schwarze Hilfe fordert:

Schnelle Aufklärung der Ereignisse vor dem Stadion: Körperverletzung durch Polizei beamte darf nicht toleriert werden
Keine Stadionverbote für die Beschuldigten Nürnberger Fans
Löschung der gesammelten Daten von Unschuldigen bei den Personalienfeststellungen
Schluss mit repressiven Maßnahmen, Förderung von deeskalierenden Methoden

Darüber hinaus fordern wir den 1. FC Nürnberg auf an der Aufklärung der Vorfälle mitzuwirken und präventiv gegen die drohenden Stadionverbote vorzugehen.

Die Rot-Schwarze Hilfe wird die festgenommenen Personen unterstützen und ruft alle Fans des 1. FC Nürnberg zur Solidarität auf!

Wir bitten alle 1.FCN-Fans, die beim Auswärtsspiel in Dortmund Zeugen der Ereignisse oder vielleicht selbst Opfer von willkürlichen oder überzogenen Polizeimaßnahmen wurden, sich bei der Rot-Schwarzen Hilfe zu melden.
Unsere Kontakt-Adresse lautet rot-schwarze-hilfe@gmx.de, telefonisch sind wir unter der Nummer 0163-1345085 erreichbar.

Nürnberg, 21. März 2007

Rot-Schwarze Hilfe – Solidaritätsgemeinschaft zur Unterstützung von Fans des 1.FCN

Quelle: www.rot-schwarze-hilfe.de

Sankt Pauli Fans beim Salzbrenner Cup 2007

Support der Sankt Pauli Fans beim Salzbrenner Cup 2007.

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