Archiv für Mai, 2007

Rapid Fans in Salzburg

Rapid Fans beim Dosenverein R## B### Salzburg (20.05.2007)

Curva Sud Catello Mar

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Die Legende lebt – Clubfans singen Vereinslied

Die Legende lebt – Clubfans singen Vereinslied im DFB-Pokalfinale

und nach dem Sieg im Halbfinale gegen Frankfurt.

SV Darmstadt Fans

Zusamemnschnitt von den Lilienfans.

Dormundfans in Bochum

Dortmundfans in Bochum (10.03.2007).

Gemeinsame Erklärung von 30 FC Bayern-Fanclubs zur Kündigung von über 500 Jahreskarten durch den FC Bayern

Gemeinsame Erklärung von 30 FC Bayern-Fanclubs zur Kündigung von über 500 Jahreskarten durch den FC Bayern.

UNRECHT MIT UNRECHT VERGELTEN? FC BAYERN KÜNDIGT ÜBER 500 UNBETEILIGTEN BAYERNFANS DIE JAHRESKARTEN.

Vor knapp zwei Wochen kam es auf einem Rastplatz in Würzburg zu einem tragischen Zwischenfall: Ein Fanbus des 1. FC Nürnberg wurde von Anhängern des FC Bayern attackiert, wobei eine Mitreisende des Nürnberger Busses von einem Bayernfan durch einen Flaschenwurf schwer am Kopf verletzt wurde und weiterhin zu befürchten ist, dass sie eine halbseitige Erblindung davontragen wird.

Von Seiten aller Bayernfans wurde dieser Vorfall aufs Schärfste verurteilt, sowie der betroffenen Nürnberger Anhängerin jede nötige Unterstützung zugesichert.

Nach dem aktuellen Ermittlungsstand der Polizei beteiligten sich etwa 15 Bayernfans an den Übergriffen, von denen sich acht in Untersuchungshaft befinden. Diese waren mit einer Reisegruppe mit weiteren etwa 60 Bayernanhängern mit 2 Bussen unterwegs zum Auswärtsspiel des FC Bayern in Mönchengladbach. Die Vereinsführung des FC Bayern belegte daraufhin nicht nur die Tatverdächtigen, sondern alle 73 Businsassen mit einem bundesweiten Stadionverbot. Eine äußerst harte Maßnahme, die jedoch bis zu einer endgültigen Aufklärung der Vorfälle und aufgrund der Regelungen der Stadionverbotsordnung des DFB nachvollziehbar ist.

Anfang dieser Woche kündigte der FC Bayern per Post über 500 weiteren Bayernfans ihre Jahreskarten. Nachweisbar war kein einziger dieser über 500 Fans am besagten Tag zur Tatzeit am Rastplatz Würzburg anwesend. Der Zusammenhang zwischen diesen Vorfällen und den Betroffenen ist überraschend: Als vor über zwei Jahren die durch den Stadionumzug bedingte Umschreibung der Jahreskarten anstand, bot die Vereinsführung mehreren Fangruppierungen die Möglichkeit, mittels von den Fans anzufertigenden Listen von Jahreskartenbesitzern diesen zu einem Platz im begehrten Mittelblock der Südkurve zu verhelfen. Von dieser Möglichkeit wurde in großem Stil Gebrauch gemacht. Dabei wurde nicht auf eine spezielle Fanclubzugehörigkeit geachtet. Von Seiten der Fanbetreuung wurde damals explizit kommuniziert, dass es keinerlei Rolle spielen würde, in welche der Listen man sich eintragen würde, da diese ohnehin alle am Ende zusammengeführt würden. Zahlreiche Fans schrieben sich daraufhin in eine der identischen Listen ein, ohne überhaupt zu wissen, von wem diese Liste geführt wurde. Nach den Vorfällen auf dem Rastplatz in Würzburg wurde nun ausnahmslos allen Fans die Jahreskarte gekündigt, die auf der Jahreskartenumtauschliste der Fangruppierung standen, aus dessen Reihen der Angriff auf die Nürnberger Fans erfolgte. Das bloße Vorhandensein des Namens auf einer zwei Jahre alten offenen Liste, in der sich jeder beliebige Bayernfan eintragen konnte und mit der nichts anderes als ein Interesse an
einem Stehplatz hinter dem Tor dokumentiert wurde, reichte also dem Vorstand, um zum Teil hoch angesehenen FC Bayern-Mitgliedern die ihnen zustehende Jahreskarte zu verweigern.

Für eine in der deutschen Fußballgeschichte beispiellose Bestrafung mehrerer hundert nachweisbar unbeteiligter Personen fehlt uns jedes Verständnis, und wir appellieren an den Vorstand der FC Bayern München AG, diese Entscheidung umgehend zu überdenken und dafür Sorge zu tragen, dass keine Fans bestraft werden, die sich nichts zu Schulden haben kommen lassen. Sogar auf Seiten der verletzten Nürnberger Anhänger sorgt der Ausschluss der über 500 Fans für Kopfschütteln:

„Man kann doch nicht versuchen, ein Unrecht mit einem anderen Unrecht zu lösen! Die Schuldigen müssen selbstverständlich bestraft werden! Aber mit einem solchen Rundumschlag ist niemand geholfen. Dadurch entsteht nur unnötiger Unmut, wenn nicht sogar Hass. Das können doch weder wir Nürnberger Betroffene, noch die Verantwortlichen beim FC Bayern wollen. Ich hoffe der Vorstand des FCB denkt hier schnell um!“ (Alexander S., Leiter des angegriffenen Busses, wurde bei den Vorfällen leicht verletzt)

Das von der Vereinsführung angeführte Argument, die Betroffenen hätten vor zwei Jahren wissen müssen, dass sie sich auf die Liste einer gewalttätigen Gruppierung setzen lassen, entbehrt jeder Grundlage: War es doch gerade die Fanbetreuung, die darauf hinwies, dass es keine Unterschiede mache, auf welche der Listen sich die Fans eintragen. Darüber hinaus erscheint es unwahrscheinlich, dass die Vereinsführung einer angeblich offensichtlich gewalttätigen Gruppierung aus freien Stücken Sonderrechte bei der Vergabe von Eintrittskarten gewährt.

Wir hoffen, dass der Vorstand die Fehleinschätzung bei dem Heranziehen dieser Liste erkennt. Offenkundig wurde der offizielle Fanbeauftragte des FC Bayern Andreas Brück in keiner Weise in die oben beschriebene Entscheidungsfindung eingebunden. Dabei wurde er vor wenigen Jahren in Abstimmung von Fanszene und Vorstand genau mit der Zielsetzung eingestellt, in derartigen Situationen dem Vorstand beratend zur Seite zu stehen, um derartige Fehleinschätzungen im Interesse aller vermeiden zu können.

Es wäre zum Vorteil aller Beteiligten wenn es gelingen würde, die offensichtlichen Missverständnisse auf Seiten der Vereinsführung noch vor dem Heimspiel gegen Mainz ausräumen zu können. Wir würden uns sehr freuen, nach dieser turbulenten und nicht immer erfolgreichen Spielzeit einen harmonischen Saisonausklang begehen zu können, was bei einer im Raum stehenden willkürlichen Bestrafung von über 500 Fans unwahrscheinlich erscheint.

Desweiteren fordern wir alle Fans auf, sich durch tatkräftige und finanzielle Unterstützung an der für Samstag von Bayernfans geplanten Spendenaktion zu beteiligen und damit nicht nur Geld für das verletzte Opfer sowie andere Gewaltopfer zu sammeln, sondern auch ein deutliches Zeichen gegen Gewalt in und um die Stadien zu setzen!

München, 17.5.2007, gezeichnet: 30 Fanclubs des FC Bayern München:

die FC Bayern Fanclubs Augsburger Jungs, Bayern Fanatics Ottobrunn, Bayern-Freunde Engelsberg, Club Nr.12, De oidn Südkurvler ’73, De vo Minga, Ewige Treue Vreden, Fat Boys Munich, Herborn-Sinn, Herdorf, Muchachos, München Nord, Munich Chicas, Munich Isar Fire, Munich Majestics, Munich Wanderers, Offingen, Red Bulldogs, Red Cobras, Red Friends, Red Munichs ’89, Red United, Red White Chili Peppers, Reihe 30, Rot-Weiss Orion, Sauerland, Schlachtenbummler, Schnaittach, Siegerland, SUPS

Hinweis:

Fanclubs, die sich der Erklärung anschließen wollen, melden sich per E-Mail
an erklaerung@suedkurve.net


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